1. FC Offhausen-Herkersdorf

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Ganz wichtiger Heimsieg über Elkenroth

Eine Partie, die in der ersten Halbzeit von schönen Spielzügen der Köppelkicker und im zweiten Durchgang von der (unnötigen) Spannung lebte, endet unter dem Strich mit einem knappen, aber verdienten 2:1-Sieg für Offhausen.

 

Es wurde heute schnell klar, dass es andere Aufgaben für die Mannen vom Druidenstein gab als letzte Woche in Bitzen. Der Gegner stand nicht ganz so hoch und bot auch keine drei Spitzen auf, also konnte und musste die Heimelf etwas mehr für den Spielaufbau machen. Dabei wurden sehr viele Vorgaben umgesetzt und es dauerte nicht lange, ehe Offhausen gefährlich vor den gegnerischen Kasten kam. Die erste Einschussmöglichkeit versiebte Steffen Rübsamen (SR7) noch, bei der zweiten war er aber zur Stelle und markierte das frühe 1:0 (14.). Seinem fünften Saisontor war ein Zuckerpass von Rechtsverteidiger und Edeltechniker Christian Theis vorausgegangen. Ein weiteres Ausschmücken dieser Aktion würde ihr die Selbstverständlichkeit rauben – deswegen wird darauf verzichtet. Abnehmer des Anspiels war jedenfalls Holger Hagedorn, der von der rechten Seite in die Mitte zum mitgelaufenen Rübsamen gepasst hatte, welcher nur noch ins leere Tor einschieben musste. Der Treffer verlieh der Heimelf weitere Sicherheit und es wurde fortwährend nach vorne kombiniert und Torchancen kreiert. Elkenroth hätte sich sicherlich nicht beschweren können, in der Halbzeit hoffnungslos hinten zu liegen, aber so kam es nicht, denn auch wenn das Spiel der Köppelkicker weiterhin gut war und man hätte glauben können, dass der Torflauten-Damm gebrochen sei, verzichtete der Gastgeber in vier weiteren Topgelegenheiten altruistisch darauf, die Spannung aus der Partie zu nehmen.

 

Nach dem Pausentee wurde Elkenroth dann stärker und hätte nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld durch einen schnellen Tempogegenstoß auf 1:1 stellen können. Goalgetter Peter Hensel lief alleine auf FCO-Keeper Mike Rensing zu. Dieser gab nach der Partie zu Protokoll, in dieser Situation statt Engelchen und Teufelchen seinen Torwartrainer Stefan Schwan auf der Schulter sitzen zu haben, der ihm immer wieder ins Ohr schrie „Stehen bleiben, so lange wie möglich stehen bleiben!!!!“ Rensing hörte darauf und Hensel schoss 8 Meter daneben – prima! Trotz der stärker werdenden Gäste, blieb aber auch Offhausen am Ball und kam zu weiteren guten Chancen. In der 69. Minute war es dann erneut SR7, der eine davon nutzte und auf 2:0 erhöhte. Auch hier war ein offensiv denkender Verteidiger Ausgangspunkt. Daniel Langenbach musste eine Position nach hinten in die Abwehr rücken, da sich Frederik Johannes gezerrt hatte und nicht mehr laufen, aber noch 40-Meter Freistöße schießen konnte. Langenbach sah die Lücke nach vorne, raste über die linke Seite durch, spielte noch einen Doppelpass mit Hagedorn und gab dann in die Mitte zu Rübsamen. Dieser hatte aufgehört, seinem rechten Fuß zu vertrauen und schloss diesmal mit links ab – 2:0. Eine Zwei-Tore-Führung auf eigenem Platz. Man kann sich als Außenstehender gar nicht vorstellen, was das für ein schönes und beruhigendes Gefühl war. Wir haben es jedenfalls genossen – 90 Sekunden lang. Im Freudentaumel, wie ihn vor heute genau 10 Jahren Jörg Butt nach seinem Elfmetertor gegen Schalke zelebrierte, um dann von Mike Hanke überlupft zu werden, waren auch die Offhausener nicht mehr auf der Höhe. Sie verloren einen weiteren Ball unnötig in der Vorwärtsbewegung, SG-Linksaußen Niclas Barthel schaltete am schnellsten und spielte eine präzise Hereingabe auf Benjamin Wierny. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schob zum Anschlusstreffer ein (71.). Ab jetzt begann wieder das übliche Kreisliga-Szenario, wenn ein Spiel auf der Kippe steht: Das Mittelfeld löste sich komplett auf und es ging nur noch hin und her. Die SG riskierte alles und hätte jetzt auch noch den Ausgleich machen können. Einmal trafen sie die Latte, aber mehrmals wurde es gefährlich. Auf der Gegenseite gab es jedoch gleichermaßen mehrfach riesengroße Gelegenheiten, den Sack endgültig zuzumachen. Einige Überzahlsituationen bei Kontern wurden nicht clever ausgespielt, die meisten aber schon und es haperte leider erneut am finalen Abschluss. Das Freitagtraining beinhaltete 40-Minuten Torschuss aus jeglichen Lagen, mit der Auflage, die Kugel nicht über das Tor zu schießen. Sollte das doch passieren, setzte es Liegestützen als Strafe. Nun stellt sich die Frage, was das gebracht hat? Antwort A: Tore, Antwort B: Muskelkater im Hühnerbrustbereich. Einsendeschluss ist der morgige Montag. Peter Bayer kam einem erfolgreichen Abschluss noch am nächsten, in dem er den Gästekeeper zu einer Glanzparade zwang. Dieser lenkte die Pille an die Latte. Auch der bis dato beste FCO-Torschütze Hagedorn hätte noch zweimal zuschlagen können/müssen. Normalerweise einen Schuss wie ein Pferd, schloss er heute gegen Ende des Matches aus verheißungsvollen Positionen sehr zaghaft ab und bereitete damit dem Gästekeeper keine Sorgen. Auf Nachfrage sprach er bei der anschließenden Pressekonferenz von einem neuen Muskel in seinem Bein, den er Freitag trainiert habe. Dieser schmerzte aufgrund der ungewohnten Belastung. So blieb es spannend bis zum Abpfiff, der nach vierminütiger Nachspielzeit Mensch und Tier in der Arena erlöste.

 

Fazit: Es war in der zweiten Hälfte nicht mehr schön, aber es hat gereicht. Wenn man auf die Tabelle sieht, dann weiß man, wie unglaublich wichtig dieser Dreier heute war. Aufgrund der letzten Wochen mit einer super Trainingsbeteiligung und guten Spielen, in denen wir leer ausgingen, waren wir ganz einfach mal dran. Jetzt gilt es, den Blick auf Niederfischbach nächsten Sonntag zu legen, wo wir unbedingt nachlegen wollen, um den 8. Tabellenplatz zu zementieren.

 

Es spielten: Rensing – Eisel, Theis, Johannes (49. Zimniak) – Langenbach, Kaiser, Spangler, Bayer – Hagedorn, Flader (61. Lampl), Rübsamen

 

Danke an die vielen Fans! Wir hoffen, ihr habt noch 3 – 4 intakte Nervenstränge. Die Saison ist noch nicht vorbei….

 

Zweite Welle siegt auswärts 5:2

Die zweite Mannschaft besiegt auf fremdem Platz die SG Fensdorf 2 mit 5:2 Toren. Die Schneidermann-Haller-Elf fing erst nach 15 Minuten an, toll zu kombinieren und Chancen zu kreieren. Aus dieser Phase resultierten direkt die ersten drei Tore durch Markus Fürbass (2x) und Moritz Schuhen. Vorher hatten die Köppelkicker sogar Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein - jetzt stand es 3:0. Noch vor der Halbzeit konnte Fensdorf aber zumindest auf 1:3 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Druck der Hausherren schließlich, doch Offhausen hielt gut dagegen und blieb durch Konter gefährlich. Philipp Heuer und Felix Schuhen sorgten in den Minuten 55 und 70 für klare Verhältnisse - 5:1. Auch den letzten Treffer des Spiels markierte ein FCO-Akteur. Der Bad Boy war erfolgreich, allerdings auf der falschen Seite. Trainer Haller kritisierte gegen Ende des Spiels den teilweise ausbleibenden klugen Pass vor dem Tor, lobte indes aber Verteidiger Dominik Köhler, der ein tolles Spiel machte und mit einem Solo-Lauf auch das 5:1 indirekt vorbereitete.

Mit diesem Sieg ist dem Team der zweite Tabellenplatz und die damit verbundene Aufstiegsrelegation nicht mehr zu nehmen. Die Meisterschaft ist aber ebenfalls noch drin, da die Köppelkicker gleichauf mit Betzdorf an der Tabellenspitze stehen.

Es spielten: Micheelsen - Köhler, Nebe (46. Braun), Schüller, Rötter, Bruch (79. Lixfeld), Brenner, M. Schuhen, F. Schuhen, Heuer (85. Schneider) Fürbass

Gute Besserung an Matthias Nebe, der sich wohl einen Bänderriss zuzog!

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