1. FC Offhausen-Herkersdorf

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6:2-Schützenfest gegen Schönstein

Der entscheidende Schlag im Abstiegskampf gelang in beeindruckender Art und Weise. Am Ende war es ein hochverdienter Heimsieg gegen die favorisierten Sportfreunde.

Das Spiel begann zunächst mit einer aggressiven und offensiven Phase der Gäste aus Schönstein, denen nicht anzumerken war, dass es für sie um rein gar nichts mehr geht. Angriff um Angriff rollte auf die Offhausener Defensive zu. Die Schönsteiner schienen mit einer Viererkette im Sturm zu spielen und wechselten dabei sehr flexibel ihre Positionen. Mit vereinten Kräften und einer durchweg guten Kommunikation hielten die Köppelkicker dieser Angriffswelle allerdings stand und ließen dabei nicht sehr viel Zwingendes zu. Jetzt ist es ja so, dass jede Mannschaft nur elf Spieler auf den Platz schicken kann und wenn davon fast alle vorne rumturnen, stehen hinten dementsprechend weniger. Dieser Umstand ermöglichte der Heimelf in der eigenen Hütte zu kontern. Dabei wurde es an diesem Tage fast immer brandgefährlich. Als Oberfeuerteufel entpuppte sich unsere Nummer 20, Patrick Krah, der in Minute 21 das erste Mal zündete. Kevin Flader alias #10 hatte Krah über die linke Seite bedient und dieser schloss sehenswert mit einem Schuss von der linken Sechzehnerkante ins lange Eck ab – 1:0. Sein Weg nach dem Tor führte sofort zu den Fans, um eine Laola-Welle in Gang zu setzen. Das hätte selbst Mats Hummels nicht besser hinbekommen. Nur wenige Minuten später revanchierte sich Torschütze Krah bei seinem Vorlagengeber und legte vor dem Tor quer auf Kevin „der mit dem Ball tanzt“ Flader. Dieser wollte es mit einem Heber ein bisschen zu schön machen und ließ somit die Chance, auf 2:0 zu stellen, aus – aber entweder fließt brasilianisches Blut durch die Venen oder nicht, da macht man nix! Während also nun zunächst einmal die übliche Phase des Nachtrauerns der vergebenen Möglichkeit zu beginnen schien, schickte sich erneut der alte Knochen Krah an, das 2:0 dann doch zu machen. Bedient von Peter Bayer schaffte es der Herkersdorfer, sich trotz seines biblischen Alters gegen einen Schönsteiner Verteidiger durchzusetzen und schloss erneut von Höhe des 16ers ab. Diesmal flach und Linksunten, aber wieder unhaltbar (34.). Vor dem Pausentee galt es also nun, diese Führung nicht mehr herzugeben. Ein Gegentor kurz vor der Halbzeit wäre psychologisch mehr als ungünstig gewesen. Normalerweise fallen sie aber gerade dann. An diesem Tage sollten die Mannen aus den Vereinigten Staaten aber Glück haben. Einen langen Ball in den Offhausener Strafraum bugsierte ein Schönsteiner Stürmer im Zweikampf mit Torhüter Jonas Prudlo an die Querlatte, von wo aus die Kugel zurück ins Feld sprang. Glück gehabt, Halbzeit, 2:0, Stimmung gut!

Nach der Pause startete der Drittplatzierte aus Schönstein erneut mit viel Schwung und wollte so schnell wie möglich den Anschlusstreffer. Zweimal war der FCO unmittelbar nach dem Seitenwechsel im Glück, dass dieser nicht fiel, um dann genau in dieser Phase selbst das 3:0 zu machen (51.). Viele Spieler der Heimmannschaft dachten wohl spätestens jetzt, dass sie das falsche Trikot anhaben. Thomas „Ruhepuls 14“ Kaiser hatte Road Runner Rübsamen auf die Reise geschickt, der das so wichtige 3:0 erzielte und den Gästen dabei den nächsten Nackenschlag verpasste. Zeit, sich von diesem zu erholen hatten sie nicht viel, denn nur vier Minuten später klingelte es erneut. Linksverteidiger Daniel Langenbach setzte einen Freistoß von der rechten Seite mit links unhaltbar und wunderschön zum 4:0 ins Knick (55.). Mann, Mann, Mann, hättest du auch mal früher sagen können, dass du das kannst! Jetzt sollte die Messe doch endgültig gelutscht und der Drops gelesen sein, dachten die meisten – bis zur 71. Minute. Denn innerhalb von vier Minuten erzielten die Sportfreunde zwei Tore, das erste durch einen Foulelfmeter, das zweite durch einen Nachschuss eines von Prudlo abgewehrten Balles. Die einzige kleine Unsicherheit von Prudlo, der ansonsten einen Sahnetag erwischte und durch den Kasten flog als wäre er 19. Die Elf von Marcus Meyer warf nun noch mehr nach vorne als sie es eh schon das ganze Spiel tat und war damit hinten offener als das bekannte Scheunentor. So kamen die Köppelkicker erneut zu einigen Kontern und auch zu weiteren Toren. In der 77. Spielminute landete das Spielgerät nach den Stationen Bayer und Rübsamen in der Mitte bei Patrick Krah, der ohne zu zögern sein drittes Saisontor erzielte. Wer mitgezählt hat weiß außerdem, dass es auch sein drittes Tor in diesem Spiel war. Das gelang ihm in seiner 128-jährigen Karriere noch nie. Morgen wird er seinen Namen auf dem Kirchener Standesamt von Patrick zu Hattrick Krah ändern lassen. Zudem wurde er einige Stunden nach Abpfiff noch zur Maikönigin des Maivereins Grasgrün gewählt. Was für ein Tag!! Eigentlich kann es ab jetzt nur noch bergab gehen. Doch damit nicht genug. Der Schlusspunkt fehlt noch und den setzte SR7. Nachdem Bayer mit seinem Abschluss noch am Schönsteiner Schlussmann scheiterte, eroberte der Mann im Haarreif das Leder und versenkte es zum 6:2 gegen Schönstein. Krank – wie die heutige Jugend + Peter Bayer dieses Erlebnis beschreiben würden. Es wären am Ende sogar noch ein paar Tore mehr drin gewesen, aber wir wollen uns mal nicht beschweren. So ging die Partie mit den beiden kreativen Fangesängen „Super Paddy, Super Paddy, hey hey“ und „Super SR7, ohohohohoooo“ zu Ende.

Fazit: Nach dem Grottenkick vergangene Woche war das eine fantastische Reaktion der ganzen Mannschaft. Diese Leistung in dieser Situation abzurufen und den Drittplatzierten dermaßen abzufackeln, lässt auf eine intakte Mannschaft schließen, die am gestrigen Samstag einen Meilenstein der Vereinsgeschichte setzte. Der Abstieg ist nun nicht mehr möglich und es gilt nun, die Spannung hochzuhalten und die Positionskämpfe in der Tabelle anzunehmen.

Es spielten: Prudlo – Eisel, Theis, Langenbach – Bayer, Kaiser (60. Hagedorn), Spangler, Zimniak – Krah, Flader (61. Lampl, 65. Johannes), Rübsamen

Danke an den tollen Support unserer Ultras!

Gute Besserung an Basti Lampl, der sich nach nur vier Minuten Spielzeit an der Hüfte verletzte, bei dem aber eine Passquote von 100 % in der Statistik steht!

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