1. FC Offhausen-Herkersdorf

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Schwieriges Spiel in Bitzen endet torlos

Nach einem als Zuschauer sicherlich schwer zu ertragenen Match auf der Kaufmannshalde trennen sich die beiden Teams am Ende leistungsgerecht mit 0:0.

 

Die TuS Bitzen hatte bis zum heutigen Sonntag 21 Punkte aus 9 Heimspielen. Bis auf die Topteams aus Steineroth und Schönstein wurde zu Hause alles weggehauen. Dementsprechend selbstbewusst und offensiv ging die Fröhling-Elf in die Partie. Gleich drei Stürmer plus nachrückende Außenspieler setzten den Gästen zu. Damit waren mal wieder viele Spieler aus Offhausen in der Defensive gebunden und es entwickelte sich ein Kick ohne Mittelfeld, da auch die Bitzener Dreimann-Abwehr auf ihrem Posten blieb. Bis auf eine Halbchance nach wenigen Sekunden ließen die Mannen vom Druidenstein im ersten Durchgang trotzdem nicht viel zu. Es gelang durchgehend, die quirligen Spitzen der Heimelf vom gefährlichen Zentrum fernzuhalten, sodass sich Torwart Jonas Prudlo nicht großartig auszeichnen musste, aber dennoch alle sicher hielt, was zu halten war. Bei der Abwehrarbeit musste der FCO ab Minute 5 auf Julian Ginsberg verzichten. Dieser zog sich bei einem Ausfallschritt an der Außenlinie einen Muskelabriss im Adduktorenbereich zu und erlebt dadurch ein unschönes Saisonemde.

Auf der Gegenseite kamen die Köppelkicker dann zu Chancen, wenn einige langen Bälle schnell verarbeitet werden konnten und es über Außen in die Spitze ging. Patrick Krah, Kevin Flader und Peter Bayer hatten dabei die vielversprechendsten Abschlüsse, scheiterten aber jeweils knapp. So ging es mit 0:0 in die Kabine.

 

Der Beginn der zweiten Halbzeit war wohl die stärkste Phase der Hausherren, die nun ein klares Übergewicht erzielten. Dabei kamen sie zu einem halben Dutzend Fernschüssen, die jedoch alle völlig harmlos blieben und einer dicken Torchance über ihre linke Angriffsseite, die ebenfalls ungenutzt verpuffte. Es dauerte ca. 15 Minuten bis die Gäste aus den Vereinigten Staaten wieder einigermaßen für Entlastung sorgen konnten. Krah leitete mit einem schönen Diagonalpass auf Holger Hagedorn die stärkste Phase des FCO ein. Hagedorn erlief den Ball auf halblinker Position ca. 30 Meter vor dem Heimtor. Der Bitzener Torwart riskierte alles, lief ebenfalls auf diese Höhe und ….kam zu spät. Hagedorn spitzelte den Ball am Keeper vorbei und hätte wohl aufs leere Tor laufen können, wenn der Bitzener Schlussmann nicht Hagedorn wegspitzelte. Schiedsrichter Fischer beließ es beim gelben Karton und einem Freistoß in ungefährlicher Region. Eventuell hätten noch zwei mitgelaufene Verteidiger in der Mitte eingreifen können und so werden wir wohl bis zur morgigen Spieltaganalyse auf Sport1 warten müssen, ehe wir wissen, ob diese gelbe Karte in Ordnung war. Nichtsdestotrotz bekamen die Gäste nun Oberwasser. Daran hatte auch der nun eingewechselte Stürmer Steffen Rübsamen seinen Anteil. Die ausgeruhte Nummer 7 war direkt im Spiel drin und verzeichnete zwei sehr gute Abschlüsse. Der Zweite zwang den TuS-Keeper zu einer Glanztat. Fortan war das Spiel sehr offen, da auch die Heimelf trotz der stärker werdenden Gegentorgefahr nicht daran dachte, einen Punkt zu halten – aber warum sollten sie auch? Es geht nichts mehr nach oben und nichts mehr nach unten, da kann man auch mal befreit aufspielen. Offhausen kam zwar auch weiterhin zu vielen Ecken, Freistößen und einigen Schüssen aus der Distanz, aber komplett ließen sie sich nicht auf das Bitzener Kamikaze-Spiel ein, da für sie im Abstiegskampf jeder Punkt zählt. So lag also in der Schlussphase die Konzentration wieder auf dem Defensivverhalten und es konnten so ziemlich alle Angriffsbemühungen der Gastgeber (bei denen es heute Wraps zu kaufen gab) entschärfen – bis auf die letzte. Einen Moment nicht aufgepasst und zack war links ein TuS-Akteur durch, welcher scharf scharf in die Mitte passte. Der Abnehmer dieser festen und halbhohen Hereingabe bugsierte das Leder jedoch aus zentraler Position und 3 – 4 Meter Torentfernung über das Gebälk. Hier spricht man im Volksmund von einer Hundertprozentigen, aber hey, mal ehrlich, wir sind in der Kreisliga. Da war es maximal ne 40 %ige. Nach diesem Schreckmoment passierte fast nichts mehr und der gute Referee setzte zum Abpfiff an.

 

Fazit: Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, verteidigten aber insgesamt gut und so kann unter dem Strich von einem leistungsgerechten Remis gesprochen werden. Es war nicht leicht auf der Kaufmannshalde. Der druckvolle Gastgeber und der mäßige Untergrund zwangen die Köppelkicker schnell dazu, auf „Nummer Sicher“ zu gehen, die Defensive zu stärken und häufig mit langen Bällen zu agieren. Das Positive: Wenn wir das Kontertor in der 95. Minute in Mittelhof nicht dazurechnen, bleibt der FCO in den Pflichtspielen 2016 weiter ohne Gegentreffer aus dem Spiel heraus. Damit war nach der Hinrunde und der Vorbereitung nicht unbedingt zu rechnen. Außerdem ergatterm sich die Offhausener als krasser Außenseiter in Bitzen einen Zähler, der irgendwann nochmal wichtig werden kann. Das Negative: Trotz erneut guter Chancen sind wir nun das dritte Spiel in Folge ohne eigenes Tor. Ab nächste Woche kommen die Gegner auf Augenhöhe. Da muss sich dieser Umstand ändern!

 

Es spielten: Prudlo – Eisel, Theis, Ginsberg (5. Langenbach) – Bayer (67. Rübsamen), Spangler, Kaiser, Zimniak – Krah, Hagedorn, Flader

 

Danke an alle Fans, die bis nach Bitzen mitgekommen sind. Hoffentlich haben die Wraps geschmeckt!

 

Gute Besserung an Juls!

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