1. FC Offhausen-Herkersdorf

News

Unglückliche 0:1-Niederlage gegen Steineroth

In einer Partie mit einem am Ende ausgeglichenen Chancenverhältnis standen die Köppelkicker nach dem Abpfiff wiederholt ohne Zählbares da. Ein – in der Entstehung – unglückliches Gegentor und viele eigene ausgelassene Torchancen führten zur knappen Niederlage, verwässern aber nicht die Einordnung des Auftritts der Heimelf.

 

Vor einer stolzen Kulisse von ca. 130 Zuschauern und Sonnenschein pfiff Schiedsrichter Matthias Eschenauer das Kreisliga B-Spiel zwischen dem FCO und der SG Steineroth um 17 Uhr an. Die Rollen waren klar verteilt: Der Zweitplatzierte musste das Spiel machen und die Aufgabe der Jungs aus den Vereinigten Staaten war es, konzentriert zu verteidigen und auf schnelle Tempogegenstöße zu setzen. Beide Teams versuchten, ihre jeweiligen Aufträge zu erfüllen; Offhausen schaffte das zunächst etwas besser. Nicht nur die 100-Jahre Abwehr (Theis, Eisel, Rötter), sondern die komplette Defensivarbeit der Gastgeber war vorbildlich. Die Steinerother sollten es nicht noch einmal so einfach wie im Hinspiel haben und genau das auch schnell merken. Die Hellinghausen-Elf agierte allerdings auch behäbiger als in der Hinrunde und ließ sich ungewohnt häufig zu langen Bällen verführen, die leicht verteidigt werden konnten. Unter dem Strich hatten sie bis zu ihrem Tor in der 39. Minute nur eine nennenswerte Torchance in der ersten Hälfte mit einem schnellen Konter nach einer FCO-Ecke. Ansonsten blieb es bei ungefährlichen Flanken oder Fernschüssen. Die Mannschaft um Kapitän und Comebacker Marcel Spangler hingegen kam zu insgesamt vier guten Einschussmöglichkeiten in jener Halbzeit. Den Anfang machte Linksaußen Frederik Johannes, dessen Entscheidung, in aussichtsreicher halblinker Position mit dem rechten Außenrist abzuschließen, sich als tragisch herausstellen sollte. Anschließend war es #10 Kevin Flader, der mustergültig von seinem Sturmpartner Steffen Rübsamen bedient wurde. Dieser hatte den Ball mittig vor dem Tor eigentlich schon unhaltbar versenkt. Leider schnellte tatsächlich noch ein Tentakel der SG-Krake Schmidt hervor und entschärfte diesen Versuch glänzend! Die letzten beiden Chancen hatte der an diesem Tage rechtsaußen wirkende Julian Ginsberg für sich zu verbuchen. Seiner ersten Möglichkeit ging eine Ecke vom stark aufspielenden Patrick Krah voraus, die Torwart Schmidt angab abzufangen. Ginsberg, der langjährige Mitspieler Schmidts, vertraute seinem alten Weggefährten blind und war dann sichtlich überrascht, die Kugel doch noch genau auf die Frisur zu bekommen. Das Leder trudelte leider über den verwaisten Kasten. Wenige Minuten später erreichte der emsige Ginsberg erneut eine scharfe Spangler-Hereingabe zentral vor dem gegnerischen Gehäuse. Das allerdings nur grätschend und leider auch ohne Torerfolg. So blieb es in Durchgang Eins beim Treffer von Steineroth durch einen unglücklich verlängerten Reifenrath-Einwurf und dem anschließenden Abstauber von SG-Spielertrainer Hellinghausen.

 

Ein 0:1-Rückstand spielt einer Mannschaft, die mit einem Punkt hätte leben können und die in erster Linie auf Konter setzt, logischerweise nicht in die Karten und so entwickelte sich das Spiel genau wie die letzte Partie in Mittelhof. Der FCO musste im Laufe der Zeit mehr Risiko eingehen und immer mehr selbst nach vorne machen, der Favorit aus Steineroth hingegen konnte etwas Risiko heraus nehmen, hinten sicher und geordnet stehen und selbst versuchen, die entstehenden Räume nach vorne besser zu nutzen. Dabei hatten sie das eine oder andere Mal die Chance, den Sargdeckel endgültig zu schließen, scheiterten aber immer wieder am hervorragend aufgelegten FCO-Torwart Jonas Prudlo, der von der Glanztat auf der Linie bis zu perfekt getimten Ausflügen der Marke „Manuel Neuer gegen Algerien“ alles zeigte und gleichzeitig noch motivierend ins Spiel eingriff. Ein weiteres Sonderlob gilt Verteidiger Florian Rötter. Das 31-jährige Küken der Köppelkickerabwehr biss sich an SG-Kapitän Gerhardus förmlich fest und ließ diesen nur selten zur Entfaltung und damit zu Torchancen kommen. Die Hochkaräter für die Heimelf blieben aus dem Spiel heraus in der zweiten Halbzeit indes allerdings auch aus. Es gelang zwar, die Spielanteile etwas zu den eigenen Gunsten zu verschieben und die Partie weiterhin zweikampfstark zu bestreiten, aber am Ende fehlte entweder die Präzession oder die mit weitem Abstand beste Abwehr der Liga (nur 14 Gegentore) hatte ein Bein dazwischen. Gefährlich sollte es trotzdem noch zweimal nach Markus Fürbass-Freistößen werden. Beide sehr zentral vor dem Tor und relativ nahe an der Strafraumgrenze. Beim ersten Versuch fanden sich gefühlte 15 SG-Spieler, die todesmutig eine Mauer bildeten und ihr Urteil erwarteten. Es rechnete augenscheinlich niemand mit einem Abspiel von Fürbass, sodass sowohl links als auch rechts von der Mauer zwei FCO-Spieler völlig frei standen. Fürbass registrierte das und spielte den links wartenden Krah an. Dieser schien leider ebenfalls etwas überrascht zu sein, geriet in Rückenlage und bugsierte die Kugel über das Tor. Die SG-Mauer konnte gleich zweimal durchatmen. Beim nächsten Freistoß aus ähnlicher Position standen „nur“ noch gezählte 7 Mann in der Mauer, die dann aber auch Endstation für den geplanten Abschluss war. So gelang es also auch an diesem Tage nicht, das erste Meisterschaftstor 2016 zu markieren und das Match ging unglücklich mit 0:1 verloren.

 

Fazit: Unter dem Strich stehen wir wieder mit leeren Händen da und das ist es, was am Ende zählt, wenn es um Tabellenränge geht. Allerdings sind es nicht ausschließlich Tabellenränge, um die es beim FCO geht. Nach einer schwachen Vorbereitung und zugegebenermaßen schlechten Stimmung rückt das Team nun wieder immer mehr zusammen. Es wurde bis zum Ende füreinander gekämpft und sich gegenseitig angefeuert. Wenn man dadurch auch ein positives Feedback von den Fans bekommt, war all das, was Samstag investiert wurde nicht umsonst und wird uns vor den kommenden Aufgaben nicht verzweifeln lassen - ganz im Gegenteil!

 

Der SG Steineroth wünschen wir AB JETZT viel Erfolg für den weiteren Saisonverlauf.

 

Es spielten: Prudlo – Eisel, Theis, Rötter – Johannes (55. Fürbass), Kaiser, Spangler, Ginsberg (75. Bayer) – Krah, Flader, Rübsamen (65. Langenbach)

 

Danke an den tollen Support an die vielen Fans!

 

Danke an Regina Brühl von der Rhein-Zeitung, die uns einige Fotos bereit gestellt hat und damit den verhinderten Stammfotografen Paul Eisel vertrat.

Zurück