1. FC Offhausen-Herkersdorf

News

Völlig unnötiges 1:4 im letzten Spiel 2015

Der FC Offhausen schaffte es heute nicht, seine spielerische und chancenmäßige Überlegenheit in den ersten 60 Minuten in Zählbares umzuwandeln und verliert folgerichtig mit 1:4 gegen eiskalte Malberger.

 

Das Problem der schlechten ersten Halbzeiten versuchen die Köppelkicker nun schon seit einigen Wochen in den Griff zu kriegen. Heute sollte es das erste Mal funktionieren. Die Görgen-Elf spielte auf wetterbedingt unterirdischen Platzverhältnissen ein sicheres und schnelles Kombinationsspiel, bei dem gute Torchancen im 5-Minuten-Takt heraussprangen. Rückkehrer Markus Fürbass, die Offensivkräfte Steffen Rübsamen und Kevin Flader sowie Peter Bayer, die allesamt eine gute Partie ablieferten, konnten ihre - aus dem Spiel heraus - kreierten Chancen nicht in Tore umwandeln. Peter Eisel und Lothar Zimniak scheiterten mit zwei Kopfbällen nach Hagedorn-Ecken. Zu guter Letzt bekam Bayer dann noch eine Hundertprozentige wegen vermeintlichem Abseits abgepfiffen. Der Tabellenvierte aus Malberg blieb indes harmlos und setzte allenfalls ein paar Verlegenheitsschüsse aus großem Sicherheitsabstand zum Tor ab. Doch was bleibt einem übrig, wenn man nicht durchkommt? Es weiter aus der Ferne versuchen! So kam es dann, wie es kommen musste: Goalgetter Kevin Falk erwischte den vor ihm hüpfenden Derbystar aus 25 Metern perfekt und erzielte das völlig unverdiente 0:1 für die SG (30.). Damit ging es dann auch in die Katakomben.

 

So bitter dieser unnötige Rückstand auch war, nahmen die Akteure des FCO doch weiterhin viel Optimismus mit in den zweiten Durchgang. Das Ziel lautete immer noch Sieg und nichts anderes. Auch wenn die Chancenfrequenz nun nicht mehr so hoch war wie in Hälfte Eins, roch es dennoch mehr nach dem Ausgleich als nach dem 0:2. Leider schmeckt nicht immer alles so wie es riecht und Malberg konnte durch einen flach getretenen Freistoß von Andreas Hüsch aus über 30 Metern Torentfernung erhöhen (64.). Auch jetzt gaben die Köppelkicker nicht auf und suchten die schnelle Antwort. Rübsamen setzte sich auf der linken Seite prima durch und bediente den in der Mitte wartenden Einwechselspieler Marvin Schüller. Schüller schien etwas überrascht zu sein, fünf Meter vor dem Tor so unbedrängt zum Schuss zu kommen, traf das Leder nicht richtig, sodass seine Direktabnahme um Haaresbreite am Torpfosten vorbeistrich. Der direkte Gegenangriff der Kombinierten führte zum endgültigen Knock-Out in der 69. Minute. Wieder war es ein Treffer aus über 20 Metern Torentfernung und wieder traf Kevin Falk. Zwei Minuten später erzielte Malberg dann mit seiner ersten richtigen Torchance sein viertes Tor nach einem Abwehrfehler und aus abseitsverdächtiger Position. Das Spiel war zwar gelaufen, trotzdem versuchte der FCO weiter Fußball zu spielen und kam durch zwei tolle Schüsse von Patrick Krah fast zum Ehrentreffer. Da am heutigen Tag aber gar nichts funktionierte, segelte der eine knapp über den Winkel und der andere gegen den Pfosten. Das 1:4 sollte aber doch noch fallen. Nach einer schönen Ballablage vom über rechts kommenden Rübsamen, war es Fürbass, der hart und gekonnt ins rechte Eck traf (83.). Es war der Schlusspunkt in diesem Spiel und Kalenderjahr.

 

Fazit: Letzte Woche stand im Fazit, dass momentan nicht mehr drin ist, als das, was wir derzeit spielen. Heute wurde diese These wiederlegt. Es ist mehr als ärgerlich, dass wir heute mit leeren Händen da stehen, aber im Fußball entscheiden nun einmal Tore und die hat der Gast geschossen. Am Ende steht ein 1:4 und dann haben wir auch verdient verloren (wenn auch zu hoch). Trotzdem schließen wir das Jahr mit 20 Punkten ab und stehen 6 Punkte vor dem Relegationsplatz auf dem 9. Rang. Auf die Leistung von heute können wir nach der Winterpause aufbauen. Bis dahin kehren hoffentlich noch einige Langzeitverletzte zurück. Außerdem kommen die Gegner aus unseren Tabellengefilden fast alle noch und gegen die sahen wir in der Hinserie insgesamt sehr gut aus. Es besteht also kein Grund, den „Sand in den Kopf zu stecken“, wie Lothar Matthäus die Sachlage wohl zusammengefasst hätte.

 

Es spielten: Prudlo – Eisel, Johannes, Greb – Zimniak (76. Müller), Bayer, Krah, Flader, Hagedorn (63. Schüller) – Fürbass, Rübsamen

 

Danke an jeden Einzelnen, der bei heute bei diesem Kackwetter da oben war!

 

Zurück